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Florian
22.10.2026
Wichtige Änderungen für Reisende in 2027
2027 bringt für Autofahrer und Wohnmobilbesitzer einige wichtige Neuerungen: Österreich verabschiedet sich endgültig von der Klebevignette, Kroatien führt ein neues digitales Mautsystem ein und in Deutschland endet die nächste Frist für den Führerschein-Umtausch. Auch beim Laden von Elektroautos und bei der Fahrzeugtechnik sowie der Bußgeld-Verfolgung innerhalb der EU ändern sich die Regeln.
Wir haben die wichtigsten Neuerungen zusammengestellt, damit Reisen frühzeitig geplant, unnötige Gebühren vermieden und Zeit gespart werden kann.
Österreich: Die Vignette gibt es ab 2027 nur noch in der digitalen Version
Wer 2027 mit dem Auto oder Wohnmobil nach Österreich fährt, muss sich auf eine Änderung einstellen: Ab dem Vignettenjahr 2027 gibt es ausschließlich die digitale Vignette.
Die letzte Klebevignette gab es für das Jahr 2026. Sie bleibt noch bis zum 31. Januar 2027 gültig. Die neue Jahresvignette 2027 ist dagegen bereits ab dem 1. Dezember 2026 erhältlich.
Die digitale Vignette ist direkt mit dem Fahrzeugkennzeichen verbunden, es muss also kein Aufkleber mehr an der Windschutzscheibe befestigt werden.
Wichtig beim Kauf: Wer als Privatperson eine digitale Jahres- oder 2-Monats-Vignette direkt im ASFINAG-Onlineshop bestellt muss beachten, dass die digitale Vignette aufgrund des Konsumentenschutzes grundsätzlich erst ab dem 18. Tag nach dem Kauf gültig ist. Die 1-Tages- und 10-Tages-Vignetten kann auch sofort aktiviert werden.
Unser Tipp: Vor der Reise überlegen, welche Vignettenlaufzeit am besten passt. Für einen einmaligen Urlaub kann eine 10-Tages-Vignette günstiger sein als eine Jahresvignette.
Bei Wohnmobilen kommt es auf das Gewicht an: Bis einschließlich 3,5 Tonnen technisch zulässiger Gesamtmasse gilt grundsätzlich die Vignettenpflicht. Schwerere Wohnmobile über 3,5 Tonnen benötigen in der Regel eine kilometerabhängige GO-Maut. Für bestimmte ältere Fahrzeuge gelten Übergangsausnahmen.
Kroatien: Ab Frühjahr 2027 soll die Maut ohne Schranken funktionieren
Lange Warteschlangen an kroatischen Mautstationen könnten für alle Reisenden bald der Vergangenheit angehören. Zum 1. März 2027 ist die Einführung des neuen elektronischen Mautsystems Crolibertas vorgesehen.
Kroatien stellt seine Autobahnen auf das sogenannte Free-Flow-System um, hierbei wird die Mautgebühr wird erfasst, während Fahrzeuge unter Mautbrücken hindurchfahren. Ein Anhalten an klassischen Mautschranken ist dann nicht mehr notwendig.
Das neue System bietet zwei Möglichkeiten für die Abrechnung der Mautgebühren:
Kennzeichenerfassung: Bei Fahrzeugen bis 3,5 Tonnen kann das Kennzeichen vorab mit einem Zahlungsmittel registriert werden, Kameras erkennen anschließend das Fahrzeug auf den jeweiligen mautpflichtigen Strecken.
Elektronisches Mautgerät (Mautbox): Die Maut wird über eine geeignete Mautbox im Fahrzeug erfasst. Für schwerere Fahrzeuge über 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ist diese Variante verpflichtend vorgesehen.
Für Urlauber bedeutet das eine deutliche Erleichterung für die Reise, besonders während der Sommerferien haben die bisher nötigen Stopps an Mautstationen viel Zeit gekostet.
Unser Tipp: Vor der Kroatienreise prüfen, welches Bezahlsystem für das eigene Fahrzeug zugelassen ist.
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Digitale Vignette in Belgien
Ab dem Mai 2027 soll eine gemeinsame digitale Vignette für Autobahnen und Regionalstraßen der drei Regionen Flandern, Wallonien und Brüssel gelten, die an das Kennzeichen gebunden und auch für ausländische Pkw sowie leichte Transporter erforderlich sein wird. Für Fahrten auf lokalen Straßen sollen von der Vignettenpflicht ausgenommen sein. In Flandern soll der Verkauf am 1.3.2027 starten.
Fahrverbote für Euro-5-Diesel in Norditalien
Die Einführung der geplanten Fahrverbote für Euro-5-Diesel in Teilen Norditaliens (Regionen Lombardei, Piemont, Venetien und Emilia-Romagna) wurde auf den Oktober 2027 verschoben. Wie die Umsetzung tatsächlich erfolgen wird, also welche Städte, Fahrzeuge und Zeiträume erfasst werden, soll noch in regionale Regelungen umgesetzt werden. Ein flächendeckendes Fahrverbot für Euro-5-Diesel ist damit nicht verbunden.
Neue Verkehrsregeln in Spanien
Am 1.10.2027 treten weitere Vorschriften in Spanien Kraft: Für Motorradfahrer gilt dann eine neue Anforderung für zugelassene Helme und auch die Vorgaben zur Beleuchtung elektrischer Kleinstfahrzeuge ändern sich ab diesem Zeitpunkt. Ein Großteil der Reform, u.a. mit Regeln für Rettungsgassen und dem Schutz stehender Einsatzfahrzeuge gilt bereits seit Oktober 2026.
Deutschland: Nächste Frist für den Führerschein-Umtausch steht an
In 2027 müssen wieder zahlreiche Autofahrer ihren alten Führerschein gegen einen neuen EU-Kartenführerschein umtauschen.
Bis zum 19. Januar 2027 sind hier die Kartenführerscheine mit Ausstellungsdatum zwischen 2002 und 2004 an der Reihe.
Das Ausstellungsdatum findet sich auf der Vorderseite des Führerscheins im Feld 4a. Für Personen, die vor 1953 geboren wurden, gilt unabhängig vom Ausstellungsjahr grundsätzlich die spätere Umtauschfrist bis zum 19. Januar 2033.
Wer seinen Führerschein nicht rechtzeitig umtauscht, muss bei einer Kontrolle mit einem Verwarnungsgeld rechnen.
Auch für Fahrschüler gibt es zum 1. Januar 2027 Änderungen: Die verpflichtenden Sonderfahrten werden von 12 auf mind. 3 reduziert, der Fragenkatalog von 1.169 auf 840 verringert und die Möglichkeit, sich digital vorzubereiten verbessert. Damit soll der Führerschein auch potenziell günstiger werden.
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Deutschland: Wie geht es 2027 mit den Spritpreisen weiter?
Für Benzin und Diesel bleibt die CO₂-Bepreisung ein bedeutendes Thema.
Die Bundesregierung plant für 2027, den nationalen CO₂-Preis weiterhin in einem Korridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne CO₂ zu halten. Eine entsprechende Gesetzesänderung wurde im Oktober 2026 im Bundestag beschlossen.
Der ursprünglich für 2027 geplante neue europäische Emissionshandel für den Straßenverkehr, ETS2, wurde auf 2028 verschoben.
Das bedeutet leider nicht, dass Benzin und Diesel 2027 automatisch wieder günstiger werden könnten. Der tatsächliche Tankstellenpreis hängt unter anderem vom aktuellen Rohölpreis, den Steuern und den weiteren Marktbedingungen ab.
Spätestens zum 1.1.2027 will die Bundesregierung einen Spritpreisdeckel nach dem Vorbild der EU-Länder Luxemburg und Belgien einführen. Dazu sollen noch Gespräche mit der Mineralölwirtschaft geführt werden. Wie eine Preisobergrenze dann im Detail berechnet wird und welche Preise zulässig wären, steht aber noch nicht fest.
Elektroautos: Bezahlen an den Schnellladesäulen soll einfacher werden
Wer 2027 mit einem Elektroauto durch Europa reist, profitiert von neuen europäischen Vorgaben.
Ab dem 1. Januar 2027 müssen öffentlich zugängliche Schnellladepunkte mit mindestens 50 kW Ladeleistung entlang des europäischen TEN-V-Straßennetzes sowie auf bestimmten gesicherten Parkplätzen auch dann Kartenzahlung ermöglichen, wenn sie bereits vor April 2024 errichtet wurden.
Die Zahlung muss über einen Kartenleser oder eine geeignete kontaktlose Bezahlmöglichkeit funktionieren. Damit benötigt man an den betroffenen Schnellladepunkten nicht mehr zwingend eine zusätzliche Ladekarte oder einen Vertrag mit einem bestimmten Anbieter.
Außerdem soll das europäische Schnellladenetz bis Ende 2027 weiter ausgebaut werden.
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Neue Fahrzeugtechnik: Euro 7 und automatischer Notruf
Auch für die Hersteller neuer Fahrzeuge gelten 2027 zusätzliche Vorschriften.
Euro 7 ab dem 29. November 2027: Die neue europäische Emissionsnorm gilt grundsätzlich für die Erstzulassung neuer PKW und leichter Nutzfahrzeuge. Neben Schadstoffemissionen werden unter anderem auch ultrafeine Partikel sowie der Reifen-und Bremsabrieb berücksichtigt.
NG-eCall ab dem 1. Januar 2027: Neufahrzeuge müssen mit der neuen Generation des automatischen Notrufsystems ausgestattet sein, das modernere Mobilfunktechnik nutzt und nach einem Unfall wichtige Informationen an die Rettungsleitstelle übermitteln kann.
Digitaler Batteriepass ab dem 18. Februar 2027: Neue Elektrofahrzeugbatterien, die in der EU auf den Markt kommen oder in Betrieb genommen werden, benötigen einen digitalen Batteriepass. Er enthält detaillierte Informationen über Lieferkette, CO2-Bilanz und Zustand der Batterie was die Prüfung des Zustands erleichtern und später auch beim Gebrauchtwagenkauf hilfreich sein kann.
Neueinstufungen in der Kfz-Versicherung
Das neue Jahr 2027 führt zu Änderungen in den sogenannten Typklasseneinstufungen für die Kfz-Versicherung. Rund 12,5 Millionen Autofahrer sind in der Haftpflicht betroffen. Für rund 7,4 Millionen Versicherte gelten höhere Einstufungen, 5,1 Millionen erhalten bessere Typklassen. Für fast 30 Millionen Versicherungskunden bleibt die Einstufung unverändert.
Auch die Regionalklassen ändern sich 2027. Für rund 5,2 Millionen Autofahrer führt das in der Haftpflicht zu einer besseren und damit günstigen Einstufung, 4,8 Millionen werden in 46 Zulassungsbezirken aber höher und damit teurer eingestuft. Für mehr als 32 Millionen Versicherte ändert sich nichts.
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Achtung bei Bußgeldern in der EU im Jahr 2027!
Verkehrsverstöße im EU-Ausland die ein Bußgeld nach sich ziehen sind schon einige Zeit auch in Deutschland vollstreckbar. Hierbei soll die Zusammenarbeit der Behörden in der EU im Jahr 2027 aber weiter ausgebaut werden. Dadurch können ausländische Stellen Fahrzeughalterdaten leichter abfragen und mehr Delikte grenzüberschreitend verfolgen.
Betroffen von dieser Neuerung sind neben der Missachtung der geltenden Höchstgeschwindigkeit u.a. auch das Überfahren einer roten Ampel, Fahren unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen, die Nutzung vom Handy am Steuer, ein fehlender Sicherheitsabstand, Fahren ohne Sicherheitsgurt oder ohne Helm, Gefährdung anderer oder Fahrerflucht.
Bußgeldbescheide müssen künftig in der Sprache des Landes, in dem das Fahrzeug zugelassen ist, oder in einer von der betroffenen Person gewünschten Amtssprache der EU ausgestellt werden. Die rechtliche Grundlage bildet die Richtlinie (EU) 2024/3237.
Für Urlauber und Berufspendler bedeutet das: Wer ein Bußgeld-Schreiben aus dem Ausland erhält, sollte Echtheit, Kennzeichen, Frist, Betrag und Zuständigkeit prüfen.
Wohnmobile: Gilt die neue 4,25-Tonnen-Grenze schon 2027?
Die neue EU-Führerscheinrichtlinie sieht vor, dass unter bestimmten Voraussetzungen künftig auch Wohnmobile mit bis zu 4,25 Tonnen zulässiger Gesamtmasse gefahren werden dürfen.
Die Mitgliedstaaten müssen die Vorgaben bis zum 26.11.2028 in nationales Recht umsetzen, die neue Regelung soll dann ab 26.11.2029 gültig werden. Zusätzliche Schulungen oder eine Ergänzung der Prüfungen könnten erforderlich sein.
Also Nein, im nächsten Jahr ändert sich hier für die Führerscheinklasse B noch nichts.
Mit der maut1.de Mautbox einfacher durch Europa reisen
Unabhängig von den gesetzlichen Änderungen kann man schon heute Zeit an vielen europäischen Mautstationen sparen.
Mit einer passenden Mautbox von maut1 können in Ländern wie Italien, Frankreich, Spanien und Portugal die dafür vorgesehenen, separaten Mautspuren genutzt werden. Die Gebühren werden automatisch erfasst und bequem über das maut1.de-Kundenkonto abgerechnet.
Das bietet mehrere Vorteile:
Weniger/keine Wartezeit an Mautstationen durch reservierte Fahrspuren.
Kein Suchen nach Bargeld oder Kreditkarte an der Schranke.
Automatische Erfassung der Mautgebühren auf unterstützten Strecken.
Eine zentrale Übersicht der abgerechneten Mautfahrten.
Besonders praktisch ist das in Frankreich, wo bereits mehrere Autobahnabschnitte auf das schrankenlose Free-Flow-Mautsystem umgestellt worden sind. Ohne automatische Zahlung ist aber darauf zu achten, dass in der Regel innerhalb von 72 Stunden nach der Fahrt die angefallenen Mautgebühren bezahlt werden.
Welche Mautbox im Einzelnen benötigt wird, hängt unter anderem von deiner Fahrzeughöhe, deinem Gewicht und dem Reiseziel ab.
Hier haben wir weitere Informationen zu wichtigen Urlaubsländern bereitgestellt:
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Fazit: Gut vorbereitet in den Urlaub 2027
Die wichtigsten Änderungen 2027 betreffen vor allem die digitale Maut, den Führerschein-Umtausch und neue Anforderungen an Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur.
Wer die Regeln im jeweiligen Reiseland kennt, vermeidet unnötige Kosten und kann seine Fahrt entspannter planen.
Mit der passenden maut1.de Mautbox kann man sich außerdem auf vielen mautpflichtigen Strecken das Anhalten zum Bezahlen sparen.
Informieren Sie sich vor der nächsten Reise und finden Sie die passende Mautbox auf www.maut1.de.